Lüttge - ein Produkt der Evergreen-Food GmbH

Unsere Algenfarm

Nördlich von Vechta und Cloppenburg wird in den Gewächshäusern des Gartenbaubetriebes Cordes Chlorella als erste europäische Bio-Alge kultiviert. In unterschiedlich intensiven Grüntönen blubbern Milliarden Chlorella-Algen vor sich hin.

   

Chlorella vulgaris - aus dem Lateinischen übersetzt steht der Name für „kleines, frisches Grün“. Chlorella ist eine im Süßwasser lebende Mikroalge, die es schon seit über 2 Millionen Jahren auf unserer Erde gibt. Sie gehört damit zu den ältesten Pflanzen auf diesem Planeten.
Chlorella ist eine einzellige Pflanze, mit 0,001 mm Größe womöglich die Kleinste. Nur unter dem Mikroskop wird die kleine kugelförmige Alge sichtbar; das menschliche Auge nimmt lediglich grünes Wasser wahr.
Algen benötigen zum Wachstum nur Kohlenstoffdioxid aus der Luft, das Sonnenlicht, ein paar wenige Nährstoffe und Wasser. Zugleich setzt sie Sauerstoff frei.

   

Um die Algen zu kultivieren, werden sie zunächst in kleinen Mengen im Labor vermehrt. Hier entstehen sogenannte Vorkulturen von 100 ml bis wenige Liter. Hat man genug Vorkultur hochgezogen geht es ins Gewächshaus.
   

Im Gewächshaus kommen die Vorkulturen in Folienschläuche. Die Folien bestehen aus einem 3-Schicht-System und sind lebensmittelecht. Wir nennen diese Schläuche V-Module (vertikal System). Ein Modul hat 144 dieser V-Schläuche. Zu Beginn wird die Vorkultur aus dem Labor in einen einzelnen Schlauch gegeben. Ist die Kultur gut gewachsen kann sie auf die nächsten Schläuche verteilt werden, bis das gesamte Modul voll mit grünem Wasser ist. Nach einiger Zeit können hier mehrere hundert Liter entnommen werden. So eine Kultur wird als Starterkultur bezeichnet. Die Starterkultur wird in das große Becken gegeben. Der letzte Schritt der Algenvermehrung.

   

In den Becken beginnt nun die eigentliche Massenproduktion. Die Becken werden als H-Modul bezeichnet. H-Module bestehen aus zwei großen, flachen Becken mit einem Fassungsvermögen von bis zu 30.000 Litern. Die Becken befinden sich unter einer Schutzfolie, um sie vor Verschmutzungen zu schützen. Ein Apparat mit zwei Armen verläuft zwischen den Becken und sorgt für die Durchmischung der Algenkultur. Das Becken ist nun voll mit frischen Algen. Die Algen müssen nun kontinuierlich geerntet werden, damit neue Algen wachsen können.
   

Die Ernte ist eines der schwierigsten und wichtigsten Elemente in der Algenzucht. Unser Verfahren ist so optimiert, dass eine feste Algenpaste geerntet wird. Die Algenpaste enthält knapp 20% Wasser. Die Algenpaste wird anschließend bei niedrigen Temperaturen getrocknet um die Inhaltsstoffe nicht zu verlieren. Nach der Trocknung werden die Algen zu einem feinen Pulver vermahlen. Dadurch wird die Bioverfügbarkeit der Inhaltsstoffe erhöht, die Inhaltsstoffe können vom Körper besser aufgenommen werden.

   

 

Auf einem Hektar Land können etwa 25 Tonnen Algen jährlich geerntet werden. Mikroalgen wachsen schnell und erzielen deshalb im Vergleich zu den konventionellen Landpflanzen einen deutlich höheren Ertrag an Biomasse pro Fläche und Jahr. Darüber hinaus stellt die Kultivierung von Mikroalgen keine Konkurrenz zur regulären Landwirtschaft dar, weil sie auch auf nicht nutzbaren Flächen kultiviert werden können. Verglichen mit anderen Nutzpflanzen reduziert Chlorella den Kohlendioxid-Gehalt um ein Vielfaches. Der ressourcenschonende Anbau sowie die positive Energiebilanz machen Chlorella zu einem echten Wohltäter für die Umwelt.

Noch mehr Einblicke gibt es hier ...


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